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Blogger goes Fastenzeit 2012: Woche 4 / Tag 23: Wohnzimmer DVDs

Uiuiui… Teils atme ich locker und entspannt ein, und teils krieg ich die Krise, wenn ich mich an die gestrige CD Aktion mit meinem Mann erinnere. Auch hier sind mindestens die Hälfte aller vorhandenen Scheiben seine.

Aber ich bin dieses Mal schlauer und schicke ihn einkaufen ohne ihm zu sagen, daß ich die DVDs anfange. So kann ich in Ruhe entscheiden, welche Filme ich wirklich behalten will, welche ich mir wenigstens einmal angucken sollte ehe ich sie wegwerfe (erschreckend viele!) und welche ich ohne Probleme der Bücherei spenden kann.

Der Stapel der zu spendenden DVDs ist ziemlich groß. Irgendwann teil ich ihn sogar in zwei Hälften auf und lass sie auf dem Tisch liegen, s0 daß meine beiden Männer dazu kommen und entscheiden können, was sie behalten wollen. Danach ist der Stapel gleich viel kleiner und ich stelle  wieder fest, daß meine Männer offenbar massive Loslass-Ängste haben. Einzig die Disney Klassiker werden ohne zu Murren beiseite gepackt, alle anderen Filme, teilweise noch nie gesehen, gehören überraschend zu den großen Schätzen…

Ich scheine, was diverse CDs/DVDs angeht keine Probleme mit dem Aussortieren zu haben. Ich frage mich bei den Filmen, ob ich sie wirklich nochmal sehen will und wenn ja, ob sie nicht sowieso jeden zweiten Monat im TV laufen und das war es dann.

Noch vor Jahren wäre das sicherlich anders gewesen. Da hätte ich meine Filme/Serien genauso gehortet wie jetzt meine Bücher.

Wobei mir einfällt: Heute soll ich die Wohnzimmerbücher machen? Keine Chance!

Im Wohnzimmer stehen nur meine absoluten Lieblinge oder die Bücher von meinem Mann, und wenn ich die anrühre, wird es unschön… Meine anderen Bücher stehen im Schlafzimmer. Heißt das, ich kann mich vor ihnen drücken?

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Blogger goes Fastenzeit 2012: Woche 4 / Tag 22

Es scheint so, als hätte ich zwischen durch ein paar Tage verloren… um genau zu sein: eine ganze Woche?

Wo ist die hin? Hat sie jemand gesehen?

Aber ich räume weiter auf faste weiter! Gestern ging es an die Wohnzimmer CDs und ich muß sagen, das war ein hartes Thema.

Im Wohnzimmer liegen ja nicht nur meine CDs, sondern auch die CDs von meinem sammelwütigen Göttergatten und auch die Spiele DVDs/CDs von Sohnemann. Da kommt schon eine ganze Menge Scheibenmäßiges zusammen *seufz*

Also habe ich beschlossen, daß diesmal nicht nur ich die zehn Minuten mit fasten verbringen soll, sondern Männe ebenfalls. Schließlich waren die meisten CDs seine.

Als ich ihm das sagte, war seine erste Reaktion: „Ich schmeiß aber keine CD weg. Nicht eine!“

Offensichtlich hat er mehr Loslass-Ängste als ich.

Wir haben uns trotzdem rangewagt und es war mal wieder ganz interessant zu sehen, wie unterschiedlich wir beide sind. Ich habe die CDs aus den Fächern genommen (meine CDs), das Fach geputzt, CDs sortiert und wieder reingepackt (oder eben auch nicht).

Mein Göttergatte zog die CDs anfänglich genauso begeistert aus dem Regal und legte sie beiseite. Als das Regal leer war, wurde geputzt und dann hockte er sich vor seine CDs, um sie ganz genau zu inspizieren. Bei jeder Zweiten wurde mir dann die Geschichte dazu erzählt (z.B. als er damals noch als Schüler diese Musik gehört hat und dann jahrelang vergessen hatte, um sich erst letztes Jahr daran zu erinnern, sie auf irgendeinem Schnäppchenmarkt zu kaufen und bis heute nicht gehört zu haben… Der Spruch „Das könnten wir doch jetzt eigentlich reintun“, kam ungefähr zehn Mal, ehe ich meine CD in den Player getan habe und die Diskussion somit beendet war).

Er hat so lange mit seinen CDs verbracht, das ich zwischenzeitlich den ersten Teil unserer Videos angefangen habe. Das war ziemlich einfach, weil wir so eine Aufräum-und-Ausmiste-Aktion erst letztes Jahr dort gemacht hatten. Vorher waren es über 200 Videocassetten, jetzt nur noch 83. Insofern habe ich da nur kurz rumgeräumt und dann meinem Mann zugesehen.

Mein Ergebnis dieses Fastentages sieht einfach, aber deprimierend aus:

Wir, mein Mann und ich, sollten nicht zusammen ausmisten. Es macht mich wahnsinnig, wenn ich Geschichten über klassische Musik höre und er dann nicht fertig wird. In der Zeit, in der ich mich mal eben schnell von 20 CDs getrennt habe, hat er gerade mal 2 CDs in der Hand gehabt.

Dazu kommt, daß er sich auch nicht von Hinweisen wie „Wir haben nicht so viel Platz“ oder „Ich möchte auch einen Teil vom Regal haben“ irritieren läßt.

Nicht genügend Platz für etwas zu haben, sorgt bei mir dafür, daß andere Dinge verschwinden müssen. Bei ihm sorgt das dafür, daß er sich überlegt, wo er noch ein Regal hinstellen kann…

Sowas nervt!

Ach, und eine Notiz am Rande: Er hat dann doch ein paar CDs weggeworfen. Sogar ihm fiel auf, daß irgendwelche Zeitungsbeilage CDs, die er nie gehört hatte und die eigentlich nicht seinem Geschmack entsprachen, weg können… es gibt also noch Hoffnung!

Blogger goes Fasten 2012 – Woche 2: Reflektion

Dieses Wochenende ist mir die Zeit davon gerast und von daher mach ich meine Reflektion einfach einen Tag später. Über die Woche nachdenken kann ich schließlich auch heute noch 🙂

Dieselben Fragen, andere Antworten?

 

Wie war das Ordnung machen für mich? Was wurde mir dadurch bewusst?

Der Reiz des Neuen ist offensichtlich verflogen. Bin ich in der ersten Woche begeistert ans Netz gestürmt, um meine täglichen Aufgabe abzuholen, hatte ich in dieser Woche schon wieder Zeit noch erst mal nach den Mails zu gucken, vielleicht sogar zu einer Runde Solitär (auch wenn ich das dank meiner neuen Aufgabenliste 🙂 auch sehr eingeschränkt habe. Erstaunlich, was man mit ein wenig Ordnung alles hinbekommt)

Das ich überhaupt etwas gemacht habe, hat der „Druck“ der Challenge bewirkt. Ja, ich weiß, ist albern. Es macht ja niemand Druck, aber wenn die anderen mal eben schnell 10 Minuten opfern, um ihren Medi-Schrank durchzugehen, kann ich das jawohl auch! In der Regel waren es dann aber keine 10 Minuten, sondern mehr, und es hat auch noch Spaß gemacht *kopfschüttel*

Man muß sich wohl zu seinem Glück zwingen!

Wie war es diese Entscheidungen zu treffen, was ich behalten möchte und was nicht?

Die Entscheidung zu treffen, was ich behalten möchte und was nicht, war einfach. Im Gegensatz zur vorherigen Fragestellung mit den Bechern, gab es diese Woche auch nichts woran mein Herz unbedingt hängt. Abgelaufene Medis wurden entsorgt, selbiges galt für Körpercremes oder Duschgel. Ich hatte nicht mal das Problem mit dem „Wohin“ für abgelaufene Medis, weil ich die einfach meinem Mann in die Hand gedrückt habe, der sie in den Praxismüll gepackt hat. Sehr praktisch 🙂

Wie ging es mir mit dem Entsorgen und Loslassen?

siehe oben

Wie betrachte ich nun die Dinge, für die ich mich bewusst entschieden habe, sie zu behalten?

Die Frage betrifft wohl nur die Handtücher. Ich glauben nicht, daß sich jemand große Gedanken zu seinem Medikamentenschrank macht 🙂

Und was die Handtücher angeht, ist es ulkig. Ich weiß, daß ich einige dabei habe, die ich aussortieren will. Da müssen dringend mal wieder Neue her, aber solange ich die noch nicht gekauft habe, werden die Alten nicht weggepackt. Geht ja nicht, daß Kind zum Sport fährt und wohl möglich das schönste Handtuch mitnimmt (und natürlich dort vergißt). Insofern schau ich mir die Handtücher jetzt an und denke so leise bei mir „Deine Tage sind gezählt“ *kicher*

Was ist der wichtigste Gedanke, den ich mir aus dieser Woche mitnehme?

Der wichtigste Gedanke ist eigentlich der Lustigste: Mir ist aufgefallen, daß sich einige Mitstreiterinnen Sorgen um die Erkennbarkeit der Medis gemacht haben. Es wurden Bilder gepixelt, so daß die Namen nicht lesbar sind. Damit hatte ich überhaupt keine Probleme. Dafür habe ich zwar meine Handtücher fotografiert, sie dann aber doch nicht hochgestellt. Das fühlte sich für mich nicht richtig an. Da sind die Empfindsamkeiten offensichtlich ganz anders

Vielleicht ist das etwas, was ich als wichtigen Gedanken aus dieser Woche mitnehmen kann: Das etwas, was mir überhaupt nichts ausmacht, einem anderem unangenehm ist und umgekehrt. Es müssen nicht mal wichtige Dinge sein.

Theoretisch weiß man sowas, aber praktisch? Vergißt man es oft

Blogger goes Fastenzeit – Woche 2 / Tag 8 – 12

Tag 8:

Handtücher. Die im Netz zu präsentieren fühlt sich ein wenig an wie meine Unterhosen öffentlich aufzuhängen. Keine Ahnung, warum. Vielleicht, weil ich seit einer gefühlten Ewigkeit Neue kaufen will und immer etwas Wichtigeres dazwischen kommt. Dementsprechend ordne ich mal, präsentiere aber die Nutzgegenstände nicht *zwinker*

Tag 9:

Kosmetika. Jedes Mal, wenn ich etwas Wichtiges vorhabe, nehme ich mir vor, mich richtig „hübsch“ zu machen. Ich will mir Schminke kaufen und irgendwelche phänomenalen Wunder damit vollbringen. Möglichst solche Wunder, daß Angelina Jolie neben mir blass aussieht.

Aber wißt Ihr, dann hätte ich wohlmöglich Brad an der Backe und darauf kann ich dann doch verzichten, also erspar ich mir die Krise wenn ich mir die Preise für Lidschatten angucke und kauf mir sowas erst gar nicht.

Was mir prompt einen freien Tag beschert. Auch was Schönes!

Tag 10:

Duschgel und Co. Wir haben das Duschgel dort stehen, wo es auch benötigt wird, nämlich innerhalb der Duschkabine. Und weil wir drei Leute sind, die dieselbe Dusche benutzen, ist der Platz dort etwas beschränkter. Zur Abwechslung mal darf ich, als Frau im Haus, zwei von vier Regalen mit meinem Kram füllen 🙂 Aber aufgrund des Platzmangels haben wir dort einfach nicht sehr viel (vielleicht ist auch die Tatsache, daß ich einen Sohn habe, der Duschen noch als Zumutung empfindet, hilfreich) und so dauert das Ausräumen und einmal durchsehen nicht mal 10 Minuten. Das gründliche Putzen des blöden Regals dagegen, dauert scheinbar ewig… Wo sich Duschgel und Kalk überall absetzt und wie schnell! *wunder*

Tag 11:

Medikamente. Da habe ich drei Plätze: Die Medis, die täglich gebraucht werden, stehen in der Küche im Mini-Küchenregal (mein umfunktioniertes CD Regal von IKEA = die beste Idee, die ich jemals hatte!), die Bedarfsmedis im Badezimmer und die Hundemedis im Vorratsraum. Da geht durchgucken und aussortieren echt schnell.

Tag 12:

Wasch- und Reinigungsmittel. Ich werde jetzt nicht darüber nachdenken, ob ich unordentlich bin oder andere noch mehr Reinigungsmittel haben, aber auf jeden Fall habe ich hier meine Verpflichtung schon erfüllt (die Sachen stehen unter der Spüle oder im Vorratsregal). Ein weiterer freier Tag für mich! Sehr schön!

Blogger goes Fastenzeit 2012 – Woche 1 / Tag 7 – Reflektion am Sonntag

Die Männer sind beim Handball, die Hunde haben ihre Knochen und ich sitze mit meinem Tee und etwas leiser Musik im Hintergrund vor dem PC. Optimale Vorraussetzungen zur Reflektion 🙂

Alexandra von der Wissensagentur hat die Fastenchallenge der besonderen Art ins Leben gerufen. Sie stellt uns jeden Tag neue Aufgaben, die wir innerhalb von zehn Minuten erledigen können. Natürlich ist das kein Zwang. Hat jemand keine Lust seine Teeschublade durchzugucken, dann eben nicht. Möchte jemand länger an der Schublade sitzen, geht das natürlich auch. Also Fasten wie es sein soll: freiwillig und von einem selbst komment.

Aber natürlich ist man auch neugierig, was denn die anderen Teilnehmer so schreiben oder fotografieren. Das gilt für die kleinen Einträge zum jeweiligen Tagesthema ebenso wie zu ihrem bisherigen Gesamteindruck. Auch wenn es für einen selbst ist, kann es ja manchmal ganz interessant sein, was andere erlebt oder gedacht haben. Oftmals kommt man dadurch ja auch darauf, daß man vielleicht genau das Gleiche oder was völlig anderes empfunden hat. Darum hat Alexandra uns Fragen zu unserer ersten Wochen gestellt.

  • Wie war das Ordnung machen für mich? Was wurde mir dadurch bewusst?
  • Wie war es diese Entscheidungen zu treffen, was ich behalten möchte und was nicht?
  • Wie ging es mir mit dem Entsorgen und Loslassen?
  • Wie betrachte ich nun die Dinge, für die ich mich bewusst entschieden habe, sie zu behalten?
  • Was ist der wichtigste Gedanke, den ich mir aus dieser Woche mitnehme?

Wie war das Ordnung machen für mich?

Erste (gedankliche) Antwort: Einfach. Überfällig. Dumm.

Einfach, weil es ja wirklich keine große Meisterleistung ist mal eben seine Besteckschublade durchzusehen oder sich von einigen Tassen zu trennen. Es ist ja nicht so, als hätte ich geschworen die nächsten vier Wochen auf Salat zu verzichten und müßte das jetzt versuchen durchzuhalten. Es ist eine ganz leichte Aufgabe: Schublade aufziehen, ausräumen, auswischen und wieder einräumen, im Zweifelsfall vielleicht sogar genau das, was man fünf Minuten vorher ausgräumt hat. Man muß keine binomischen Formeln dafür kennen und auch keinen starken Mann zu Hilfe holen.

Überfällig. Wenn es so verflixt einfach ist, warum habe ich das dann nicht schon längst erledigt gehabt???

Dumm. Es ging einfach und schnell und anschließend habe ich mich echt gefreut. Ich freue mich noch jetzt, ein paar Tage später, wenn ich die Schublade aufziehen und die Ordnung sehe, und ich kichere immer in mich hinein, wenn mein Mann ganz seelenruhig seinen Becher rausnimmt und nicht merkt, daß ich vier seiner Schätze umgeräumt habe ;))

Warum also, mache ich das nicht öfter? Nicht das Becher wegrationalisieren oder das Besteckfach auswischen, sondern mich selbst mit diesem Gefühl des Zufriedenseins belohnen? Weil es Aufwand ist, sagt mir mein Verstand sofort. Allein von der Couch aufzustehen und zu sagen, ich könnte ja jetzt den Strickkorb nach unnötiger und hässlicher Wolle durchgucken, ist Aufwand, auch wenn ich weiß, daß ich mich anschließend besser fühle und vielleicht sogar endlich den nötigen Schub kriege die Socken fertig zu stricken, die schon seit Oktober im Korb liegen. Aber ist eine zehn Minütige Aufgabe wirklich Aufwand oder dauert es nicht sogar länger, sich Ausreden auszudenken und sich davor zu drücken?

Ich muß also ehrlich sagen, ich weiß nicht, warum ich das nicht öfter mache. Aber ich forsche nach 🙂

Wie war es diese Entscheidungen zu treffen, was ich behalten möchte und was nicht?

Bei einigen Dingen war es einfach, bei anderen Dingen sehr schwer und bei den Tassen war es unmöglich. Es fiel mir leicht das alte Kindergeschirr rauszukramen und mir zu überlegen, ob ich das in die Erinnerungskiste für Sohnemann packe oder vielleicht verschenke. Die Tassen waren ein Problem. Ich hatte jede Einzelne in der Hand und habe mich gefragt, ob ich sie wirklich brauche, wirklich, wirklich brauche. Oder ob sie wirklich so super schön war, daß ich sie unbedingt behalten mußte. Schlußendlich habe ich Männes Tassen entfernt (er hatte sowieso zu viele), aber damit habe ich mich vor der eigentlichen Entscheidung gedrückt und jetzt grübel ich jedes Mal, wenn ich eine Tasse aus dem Schrank nehme, ob nicht doch eine noch gehen könnte.

Wie ging es mir mit dem Entsorgen und Loslassen?

Hatte ich mich einmal entschieden, war es kein Problem mehr. Die Dinge sind entweder konsequent in den Müll gewandert oder auf dem Stapel der Bücher für die Bücherei gewandert (hatte ich erwähnt, daß ich zum Geburtstag neue Kochbücher bekommen habe? Und das ich im Zuge des ins Regal stellens 🙂 gleich vier Bücher rausgesucht und für die Bücherei fertig gemacht habe?)

Wie betrachte ich nun die Dinge, für die ich mich bewusst entschieden habe, sie zu behalten?

Im ersten Ansatz würde ich sagen, ich frage mich, ob diese Dinge wirklich bleiben müssen. Ich habe mich entschieden, aber ich hinterfrage noch. Natürlich bleiben diese Sachen, aber ich habe das Gefühl, ich benutze die Dinge nicht einfach nur so, weil sie gerade zur Hand sind, sondern etwas bewußter. Ich habe mich schließlich gerade erst wieder für sie entschieden.

Was ist der wichtigste Gedanke, den ich mir aus dieser Woche mitnehme?

Es tut gut, Sachen loszulassen. Es tut gut, sich mit Sachen zu beschäftigen, die man oftmals nicht mehr wahrnimmt. Ich habe nicht den Eindruck, daß ich Ballast mit mir rumschleppe. Ich fühle mich auch nicht sonderlich viel leichter (im Moment 🙂 ), aber ich habe gesehen, daß ich den Gedanken des „Prüfens“ auf andere Dinge übertrage. Als ich meine neuen Kochbücher ins Regal gestellt habe, war ich sofort dabei und habe nachgeschaut, welches der anderen Bücher ich wirklich brauche oder benutze. Das hätte ich vorher vielleicht nicht getan.

Blogger goes Fastenzeit 2012: Woche 1 / Tag 4: Küche – Vorräte

Das Thema hieß: Küche.

Leider sind meine Vorräte nicht in der Küche, die es nämlich viel zu klein dafür (oder ich horte zu viel… der Gedanke kam mir beim Aufräumen jedenfalls). Meine Vorräte sind im Hauswirtschaftsraum, direkt neben der Küche, in einem Regal untergebracht. Zusammen mit Putzmittel und den Teesorten. Klingt komisch, ich weiß… aber es existiert eine Regalablagentrennung 🙂

Da ich fand, das es kaum Sinn macht nur ein oder zwei Regale leer zu räumen und dann wohlmöglich Mehl oder Zuckerreste in die Regale darunter zu wischen, habe ich kurz entschlossen etwas mehr gemacht als eigentlich gefordert. Natürlich hat es dadurch auch länger gedauert. Aber das passt sich ganz gut, weil ich am WE keine Zeit für irgendwas haben werde. Ich habe also „vorgefastet“, falls sowas überhaupt geht

Das Ergebnis sieht auf den Fotos nicht halb so ordentlich aus wie in der Realität, was an dem iPod von Sohnemann und mir liegt. Wir vertragen uns irgendwie nicht 😦

Aber ich habe mich fast eine Stunde durch das Putzmittelregal (wofür braucht man vier gleiche Bügelhilfen? Vor allem, wenn ich beim Bügeln so etwas überhaupt nicht benutze und Männe mir seine Hemden immer nur artig hinlegt? Wo kommen die her?), durch die Vorräte (hier herrschte einfach nur Chaos. Hat jemand eine gute Idee, wie man diese Papphüllen von Muffins vernünftig aufbewahrt? Ich habe sie jetzt in eine alte Plastikbox getan, aber so schön sieht das nicht aus) und durch den Reservetee, den ich als wir das Regal aufräumen sollten ;), glatt vergessen habe. Das ist der Tee, denn man immer nur alle halbe Jahre mal braucht. Wenn man Halsweh hat oder Husten, oder sich den Magen verkorkst. Also kein regelmäßiger Trinktee

Jetzt sieht das Regal wieder sehr nett aus. Hat viel gebracht, diese Stunde!

Blogger goes Fastenzeit: Woche 1/Tag 3 Küche

Nachdem am gestrigen Tag das Aufräumen der Tee- und Gewürzschublade dran war (und ich passen konnte, weil ich das gerade erst gemacht habe!), kommt heute ein ganz schwerer Brocken dran: das Tassen-/Becherregal

Ich muß gestehen, wir lieben Tassen oder Becher und wir sammeln sie zwar nicht so akribisch wie manch andere Urlaubsmitbringsel, aber es hat schon seinen Grund, daß ich Tee nur noch Online bestelle (mach ich das nicht, bring ich auch jedes Mal eine Tasse mit). Mein Mann dagegen ist kein großer Teetrinker, dafür verliebt er sich regelmäßig in Espressotassen, die irgendwo im Angebot sind, oder er kauft Kaffeebohnen, die als Geschenk eine Tasse mitbringen.

Wir haben also massig Tassen.

Um genau zu sein, drei Regale bzw. Schränke voll. In dem einen Schrank sind all unsere täglichen Gebrauchstassen (es gibt große Teetassen für die Kräutertees, Kleinere für den Tee am Abend oder die Frühstücksteetasse, genauso wie es unendlich viele Kaffeebecher und -tassen gibt. Tatsächlich sind die Kaffeeuntensilien sogar klar im Vorteil!), in dem anderen sind die „Man könnte sie mal gebrauchen“ Tassen und im Letzteren sind die „zu schön, um weggeworfen zu werden“ Becher.

Ich hatte so ein wenig die Hoffnung, daß ich allein mit dem sorgsamen Ausräumen und Auswischen des Faches meine geforderten zehn Minuten rumbringen würde, aber schlußendlich fiel mir die Trennung doch erheblich leichter als gedacht. (Wahrscheinlich, weil ich die Kaffeetassen meines Göttergatten einfach zwei Regale weitergeschoben habe… in das „Man könnte“- Regal… aber sagt es ihm nicht)

Somit hatte ich noch Zeit und habe mir auch das „Man könnte“ angesehen, und prompt einige Tassen in den „zu schön, um“ geräumt. Aus dem Bereich habe ich dann wirklich vier Becher rausgestellt, die meine Nachbarin morgen früh mit ins Büro nehmen kann. Die suchen immer Kaffeebecher.

Insofern habe ich die Sache mit dem Loslassen vielleicht noch nicht ganz geschafft, aber Umsortieren und sich von vier Dingen trennen, die man sonst vielleicht noch jahrelang im Schrank gehabt hätte, ist doch schon mal ein Anfang, oder?